SIGMA USB-Dock | Ein Erfahrungsbericht

Knapp zwei Jahre lang bin ich nun stolzer und zufriedener Besitzer eines SIGMA 120-300 2.8 Sport Objektivs. In einem Bericht habe ich ja bereits meine Eindrücke zu dieser Traumlinse geschildert: hier!

 

Heute geht es um ein sinnvolles Tool für die Global-Vision Generation der SIGMA Objektive durch welches auch das 120-300er erst so richtig sein ganzes Potential ausschöpft. Das SIGMA USB-Dock mit welchem man das Objektiv via USB mit einem Rechner verbinden kann. Ein USB-Adapter für ein Objektiv? Ihr habt richtig gelesen! Was es damit auf sich hat und welchen Nutzen ich davon ziehe schreibe ich heute...

Sinn und Zweck des USB-Docks

Das USB-Dock dient als Schnittstelle für den Anschluss der "Global-Vision" Objektive von Sigma. Mit Hilfe der SIGMA Optimization Pro Software bekommt der Anwender je nach Objektiv die Möglichkeit verschiedene Einstellungen zur Individualisierung sowie Anpassungen des Autofokus selber vor zu nehmen. Außerdem kann man die Firmware der Objektive selbstständig aktualisieren und seinen Objektivpark somit stets auf dem aktuellen Stand halten.

Pimp my Lens

Besonders angetan bin ich von der Möglichkeit mein 120-300er zu individualisieren. Am Objektiv befindet sich ein "Custom" Schalter über den man drei Einstellungen wählen kann: 

  • OFF (Werkseinstellung)
  • C1
  • C2

Die Einstellungen C1 und C2 können in den Bereichen AF-Geschwindigkeit, Fokusbegrenzung und Stabilisator individuell auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So habe ich zum Beispiel auf C1 meine Portrait-Einstellung gespeichert, einen weichen Autofokus mit einem stark arbeitenden Stabilisator. Diese Kombination ermöglicht mir eine exakte Fokussierung sowie eine hervorragende Bildkomposition aus der Hand sowie längere Verschlusszeiten wenn es das Licht einmal nicht gut mit mir meint. Auf C2 befindet sich meine Voreinstellung für Sport & Action. Der Autofokus arbeitet hier sehr schnell, dafür aber auch ein wenig geräuschvoller und der Bildstabilisator verrichtet seine Dienste sehr dezent. Dies ermöglicht mir eine schnelle Motivwahl ohne ein "Klebenbleiben" des Stabilisierten Bildes im Sucher. Die Fokusbegrenzung habe ich in beiden Einstellungen auf Werkseinstellung.

Das letzte quäntchen Schärfe

Dank der Autofokus Feinjustierung kann der Anwender eventuelle Fokusfehler ausbügeln. Und das individuell in den verschiedenen Brennweitenbereichen und Motiventfernungen. Da ich mit der Abbildungsleistung meines Objektivs mehr als zufrieden bin und bisher keine technisch bedingten Fokusabweichungen feststellen konnte (meist ist es eben doch das menschliche Versagen wenn ein Bild einmal nichts wird ;-)) habe ich auch hier die Werkseinstellungen bestehen lassen. Ich arbeite mich derzeit in eine Kamera-Objektiv-Kalibrierungs-Software ein und werde mich dem Thema Feinjustierung sicherlich bald einmal annehmen, das aber mehr aus persönlicher Begeisterung für die Technik :-D

Einstöpseln, loslegen

Die Bedienung des SIGMA USB-Docks und der Software ist denkbar einfach. Kaum angeschlossen wird das Objektiv sofort erkannt und SIGMA Optimization Pro sucht im ersten Schritt nach der aktuellen Firmware. Das Menü zur Individualisierung ist übersichtlich aufgebaut und selbsterklärend.

 

Und sollte man einmal etwas komplett verstellt haben kann das Objektiv jederzeit wieder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. 

Fazit

Wer das volle Potential seines Global-Vision Objektivs von SIGMA voll ausschöpfen möchte dem kann ich das SIGMA USB-Dock mit der dazugehörigen SIGMA Optimization Pro Software wirklich nur empfehlen. Die Individuellen Voreinstellungen begeistern mich und gestalten mir die Arbeit mit dem SIGMA 120-300 2.8 sehr komfortabel. Der Listenpreis von €49,- gehen meiner Meinung nach in Ordnung.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0